| »oder: Der Architekt und das Energiesparen« |
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»Umwelt retten, Energie sparen wer fängt endlich damit an?«
Kurztext:
Das etwas andere Fachbuch zu dem aktuellen Thema »Null Energie«, zur Energieeinsparverordnung, kurz EnEV. Nicht für Architekten, denn die wissen ohnehin schon alles. Interessant ist es für die anderen, die staunenden Laien. Bei ihrem Bemühen um ein umweltgerechtes, energiesparendes Denken und Handeln geraten sie leider oft an diese Spezies der maßgeblichen Alleswisser. Nicht immer zu ihrem Vergnügen.
Langtext:
Sehr informativ und zugleich mit einem Augenzwinkern schildert Wetzel drei Projekte eines Architektenbüros: die Umnutzung eines alten Fachwerkhauses, der Neubau eines Firmengebäudes sowie den privaten Hausbau eines Ehepaares. Dieses Buch liefert künftigen Bauherren ebenso wie Architekten, Denkmalschützern und Handwerkern nützliche Hinweise zum Umgang mit der neuen Energieeinsparverordnung, der EnEV. Wetzel blickt über den Tellerrand und wirft dabei auch einen kritischen Blick auf Verfechter und Skeptiker eines umfassenden Umweltschutzes.
Autorenporträt:
Johannes Ferdinand Wetzel ist ein Architekt, der mit 26 Jahren Zimmermannsmeister wurde und im Alter von 76 Jahren zum Dr. phil promovierte. Mit der »Heiteren Baufibel« hatte er 1958 einen Bestseller geschrieben, der lange vergriffen war und 2004 neu aufgelegt wurde. Heute genießt Johannes Wetzel in Architektur- und Denkmalschutzkreisen ein hohes Ansehen.
Leseprobe:
»... Sicher, es gab auch im alten Europa Zeiten, da qualmende Schornsteine, ob aus heimeliger Hütte oder aus pulsierender Fabrik, als Zeichen begrüßenswerter Prosperität galten. Aber das war einmal, und selbst wer die tieferen Zusammenhänge heute noch nicht im Detail durchschaute, vermag zu erfassen, dass ein verminderter Verbrauch an Heizenergie, ganz gleich aus welcher dieser fossilen Quellen bezogen, die unguten Emissionen verringern kann. Darauf sind denn auch konsequent alle Anstrengungen zu richten, die eine fortgesetzte Klimaschädigung vermeiden sollen.
Fazit der EnEV: Der (Jahres-)Heizwärmebedarf ist durch eine erhöhte Wärmedämmung der Gebäudeaußenhülle deutlich einzuschränken.
Und: Lüftungswärmeverluste sollen begrenzt werden, sowohl durch eine kontrollierte Lüftung wie durch ein bewussteres Nutzerverhalten.
Das sind klare Vorgaben - für die einen. Andere haben leider was dagegen. Sie wehren sich einmal gegen ein befürchtetes Übermaß an Dämmung, bezweifeln gar die vom Gesetz- und Verordnungsgeber zugrunde gelegten Rechengrößen und halten zum zweiten den weitgehenden Verzicht auf natürliche Raumlüftung, wie sie ihn aus den Neuregelungen herauslesen, für regelrecht gesundheitsschädlich. Es gebe derzeit, also wettert der kritische Mediziner, keine technisch und hygienisch befriedigende Alternative zum Lufteinlass durch ein - zu öffnendes! - Fenster. Ausreichende Lüftung aber sei lebensnotwendig ...«
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